Geschichte

Die 800jährige Geschichte der Ortschaft und der Gemeinde Worpswede ist im Ortsbild, in den Siedlungs- und Straßenverläufen, in den Häusern und Bauten sowie in den Erinnerungen und Dokumenten der vielen "Weyerbarger" Generationen von Jung bis Alt enthalten. Sie ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, aber durch eine systematische und lebendige Geschichtsarbeit erforschbar. Gestern, Heute, Morgen - die Ortsgeschichte nimmt die Ortsentwicklung vorweg, prägt politische Entscheidungen, grenzt historische Alternativen aus und verdrängt sie. Doch ihr Geist und die vielen Ideen ihrer Akteure über die Jahrhunderte hinweg können jederzeit verlebendigt und "innovativ" erinnert werden. Man kann und muss sicherlich auch vieles vergessen, aber doch immer "unter Aufsicht der Erinnerung". So wird Vergangenheit erfahrbare Zukunft, und Geschichtsarbeit vermittelt im Heute beide Bereiche als aktuelle Lebensgeschichte.

Arbeitsgruppe „Aufarbeitung der NS-Zeit in Worpswede“

 

Eine auch in den überregionalen Medien diskutierte Phase der Worpsweder Geschichte ist die Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges zwischen 1933 und 1945. Im öffent-lichen Fokus stehen hier vor allem die Worpsweder Künstler. Verschiedene Kunstschaffende

werden Mitglieder der NSDAP und der Reichskulturkammer oder versuchen es zu werden. Die Kunstwerke anderer werden dagegen als „entartet“ beschlagnahmt und aus den Museen entfernt oder die Künstler mit Berufsverboten belegt.  Weniger bekannt und erforscht ist dagegen das „normale“ Dorfleben in dem ländlichen Worpswede.

Seit 2014 engagiert sich die Gemeinde Worpswede gemeinsam mit verschiedenen lokalen Vereinen für eine sachgerechte Aufarbeitung der gesamten Worpsweder Geschichte der NS-Zeit. Seit Gründung des Heimatvereins Worpswede e.V.  im Jahre 2017 ist diese Arbeitsgruppe ein Teil des jungen Vereins.

Die Arbeitsgruppe macht es sich zur Aufgabe, einerseits zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Zeit zwischen 1933 und 1945 beizutragen. Andererseits will sie eine aktive und lebendige, zeitkritische Erinnerungskultur in Worpswede fördern.

 

Kontakt: Burckhard Rehage

               rehage-worpswede@t-online.de

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