Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung der NS-Zeit in Worpswede

 

Dorffest Worpswede, 1. Mai 1938

Eine auch in den überregionalen Medien diskutierte Phase der Worpsweder Geschichte ist die Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges zwischen 1933 und 1945. Im öffentlichen Fokus stehen hier vor allem die Worpsweder Künstler*innen. Verschiedene Kunstschaffende werden Mitglieder der NSDAP und der Reichskulturkammer oder versuchen es zu werden. Die Kunstwerke anderer werden dagegen als „entartet“ beschlagnahmt und aus den Museen entfernt oder die Künstler*innen mit Berufsverboten belegt. Weniger bekannt und erforscht ist dagegen das „normale“ Dorfleben in dem ländlichen Worpswede.
Seit 2014 engagiert sich die Gemeinde Worpswede gemeinsam mit verschiedenen lokalen Vereinen für eine sachgerechte Aufarbeitung der gesamten Worpsweder Geschichte der NS-Zeit. Seit Gründung des Heimat- und Geschichtsverein Worpswede e.V. ist diese Arbeitsgruppe ein Teil des jungen Vereins.

 

Die Arbeitsgruppe macht es sich zur Aufgabe, einerseits zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Zeit zwischen 1933 und 1945 beizutragen. Andererseits will sie eine aktive und lebendige, zeitkritische Erinnerungskultur in Worpswede fördern.

 

Bibliografie zum Thema „Worpswede in der NS-Zeit“

 

2025/2026 wurde auf Initiative der Arbeitsgruppe „Aufarbeitung der NS-Zeit in Worpswede“ und mit Unterstützung der Gemeinde Worpswede ein Gedenkort zur Erinnerung an Frauen, Männer und Kinder aus Worpswede errichtet, die im Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 wegen ihrer jüdischen Herkunft, im Rahmen des sogenannten „Euthanasie“-Programmes, aus politischen oder aus anderen Gründen ermordet oder in den Tod getrieben wurden.

Wir gedenken der Opfer, die in Worpswede geboren wurden oder dort in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben. Der Gedenkort soll an diese Personen erinnern und ihnen so ein Stück ihrer Würde zurückgeben.

Auch ist es ein Platz, der die Erinnerung an die erschütternden Morde der Zeit zwischen 1933 und 1945 wach hält und aufruft: „Seid Menschen!“ (Margot Friedländer).

Durch Aktivitäten und Spenden waren viele Privatpersonen, sowie Vereine und Einrichtungen an der Realisierung beteiligt.

 

Kontakt: Burckhard Rehage
rehage-worpswede@t-online.de

E-Mail:info@heimatverein-worpswede.de

Treffen: nach Absprache

Beginn: 19:00 Uhr

Ort: Ortsarchiv Worpswede, Bergstraße 1